Was sind ‚Aufstellungen‘?
Was ist eine ‚Familienaufstellung‘ und was ist ’systemische Übernahme‘?
Manchmal sind wir im Leben mit Themen und Gefühlen konfrontiert, die wir aus unserer individuellen Erfahrung heraus nicht mehr verstehen können.
Auch intensive Auseinandersetzung mit uns selbst, sei es im Yoga, in therapeutischen oder religiösen Gesprächsgruppen oder auch in der Psychotherapie, zeigt uns manchmal keinen Ausweg aus immer wiederkehrenden ähnlichen Lebenssituationen.
Krisen in Beruf und Partnerschaft, persönliches Scheitern, Probleme mit den eigenen Eltern oder Kindern, Gewalt- und Ohnmachtserfahrungen bis hin zu Ängsten, verrückt zu werden und suizidalen Gedanken können wir unserer eigenen Biographie oft nicht zuordnen.
In diesen Fällen sind wir oft mit Gefühlen verbunden, die wir aus unserem Familiensystem übernommen haben und die uns gerade deshalb so tief verunsichern können, weil wir ihre Herkunft nicht verstehen.
Denn in jedem Familiensystem bestehen über Generationen hinweg starke innere Bindungen, welche die Ordnung und den Ausgleich für alle Mitglieder regeln und uns unseren Platz im Familiensystem zuweisen.
In der Auseinandersetzung mit dem Gedanken der systemischen Übernahme stellen sich als Antwort auf unsere Probleme Fragen Ja in der Tat: als Antwort weitere Fragen! wie:
– Wer innerhalb meiner Herkunftsfamilie hat erlitten und gefühlt, was ich jetzt in ähnlicher Form fühle und erlebe?
– Wurde jemand nicht gewürdigt, ‚vergessen‘ oder ausgeschlossen?
– Wie wirkt sich das auf mich aus? Stehe ich, indem ich mich mit anderen, oft lang vor meiner Geburt verstorbenen Familienmitgliedern identifiziere, innerlich selbst auf einem ‚falschen Platz‘?
Im Rahmen systemischer Einzel- und Gruppenarbeit finden wir den ‚guten Platz‘ in unserem eigenen Familiensystem, so dass wir uns frei und unbelastet von Schuldgefühlen unserem eigenen Leben zuwenden können.